Der Chor

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Der Chor

Im Nebenzimmer der damaligen Gaststätte “König-Karls-Brücke” in Stuttgart-Bad Cannstatt fand am 7. Dezember 1959 die erste Probe des Folklore Singchor Stuttgart statt.

chronik chor1 Ganz richtig: eine Probe und keine Singstunde! Man wollte sich schon damals durch solche Feinheiten gegenüber dem rein geselligen Singen etwas abgrenzen. Der Chor sollte sich auf Konzerte vorbereiten, nicht auf Jahresfeiern.

Zu Beginn gab es einen 14-Tage Proben-Rhythmus, der irgendwann in einen wöchentlichen umgewandelt wurde. Probentag war montags – was übrigens bis heute beibehalten wurde.

Die Mitglieder waren Sängerinnen und Sänger von Chören, die Gerd Onnen damals leitete. Zumindest am Anfang blieben die Teilnehmer auch ihren “Heimat”-Vereinen treu. Oft verlor sich dieses Doppelengagement aber mit der Zeit, zum verständlichen Leidwesen der abgebenden Chöre.

chronik chor2Das ambitionierte Vorhaben, Lieder aus aller Welt in den jeweiligen Originalsprachen vorzutragen, hatte in dem ebenfalls von Gerd Onnen gegründeten und geleiteten “Stuttgarter Madrigalchor” seine Keimzelle. Etliche der dort bereits versammelten Mitstreiter bildeten denn auch das Rückgrat des neuen Folklorechors. Der Madrigalchor wurde später aufgelöst.

Die Mitgliederzahlen bewegten sich in den letzten vierzig Jahren ganz ordentlich. Zu Beginn waren es 32, irgendwann auch mal 48 bis hin zum aktuellen Stand von 29 Aktiven. Der weibliche Anteil lag und liegt über dem männlichen. Das verträgt jeder Chor, solange Lautstärke, Klang und Intensität im Gleichgewicht gehalten werden können.

chronik chor3 Die organisatorische Heimat des Chors ist Stuttgart. Die Mitglieder selbst kamen und kommen noch heute aus einem unglaublich großen Einzugsbereich. Eine Entfernung von 100 Km war keine Seltenheit.

Die Namensentwicklung spiegelt einerseits den jeweiligen Zeitgeist wider, andererseits die Versuche, das Programm des Chors im Namen bereits anklingen zu lassen. Der im Vereinsregister vermerkte “Folklorechor Stuttgart e.V.” tritt aber seit Jahren schon in Konzerten, Veranstaltungen und Publikationen als “Onnen-Chor” auf, in Würdigung des Gründers und unter Berücksichtigung des derzeitigen Leiters. Außerdem haben wir immer wieder festgestellt, dass der Begriff “Folklore” umfangreich erläutert werden musste.