Stimmungen

Stimmungen Ausdruck des Gefühls, Stationen des Lebens, zeitlich und räumlich. Musik kann Stimmungen darstellen, kann sie deuten. Und besonders dann, wenn als Grundlage Eindrücke aus der ganzen Welt in ihren Originalsprachen belassen werden.
Poesie, Lyric, Balladen, Geschichten, Komödien, Momente, all das ist auf diesem Album vereint.

Eine Übersetzung der fremdsprachigen Texte und die Aufführung in der uns geläufigen Sprache ist natürlich möglich, ist aber bereits mehr als “Interpretation”. Deshalb interpretieren wir nur durch die Musik, lassen textliche Deutungen nur durch die Musik zu: Bearbeitungen von Traditionals und neueren Werken, eigene und fremde Kompositionen, dargeboten von einem Vokalensemble mit Solisten sowie Instrumental- und Rhythmusgruppe – ONNEN-CHOR.

Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, auch Rundfunk- und Fernsehproduktionen haben dem ONNEN-CHOR viele Freunde und internationales Ansehen gebracht. Verschiedene Schallplatteneinspielungen vervollständigen dieses Bild.
Eine kleine Hilfe zum Verständnis der Lieder, aber wirklich nur eine kleine, sollen die Erläuterungen des jeweiligen Inhalts geben, in der Hauptsache jedoch die Musik und ihre Umsetzung durch das Ensemble der Schlüssel zu “Stimmungen”.

ONNEN-CHOR LIVE

Ipi tombi
Ausschnitt aus dem gleichnamigen südafrikanischen Musical stellt die Frage, wo den die Mädchen bleiben.

Ein Wiegenlied unter Verwendung indonesischer Motive, das ist Suliram.

Si-No, ja oder nein, der Umgang mit Eseln ist schwer.

Einsam warte ich am Strand, doch mein Liebster kommt nicht. Schwermütiges aus Finnland: Rannalla istuja.

Urwüchsiger Glaube und lateinische Liturgie: Credo, das Glaubensbekenntnis aus “Missa Luba”, Zaire.

Aus den USA kommt ein Rock-Spiritual, Wade in the Water.

Lauf Jäger, lauf. Der furchtsame Jäger hat Konditionsprobleme.

In der Sprache der Ureinwohner Neuseelands, Maori, ein Liebeslied, Manu rere.

Die australischen Nachbarn haben ihre Floh- und Fliegenplage: Flea-Fly.

Enttäuschte Liebe auf den Hebrideninseln im schottischen Norden, davon handelt Fhir a bhata.

Eine einsame, kleine in der weiten russischen Landschaft hat einiges zu erzählen, Berjesinka.

Gloria aus “Misa Croilla”, ein Ausdruck argentinischer Frömmigkeit.

PRElude, Einstimmung zur Fortsetzung.

Aus Südwestafrikas reicher Musikkultur auch ein Liebeslied, Olilili.

Wie man frühe in Mazedonie einen unerwünschten Liebhaber loswerden konnte, Uci me majko.

Der Blues Ev’ry Night schildert das Unglück es jungen Mädchens, das sterben muß, bevor sein Kind zur Welt kommen kann.

Pralle Lebensfreude spricht dagegen aus dem Matrosenlied vom Kaspischen Meer, Ty moriak.

Und nochmals eine Ballade; am Allan Water wartet die Tochter des Müllers umsonst auf ihren Freund. Frühling, Sommer, Herbst und Winter, zu lange ….

Auf den Baumwollfeldern, Cotton Fields, gibt es trotz harter Arbeit immer noch Leute, die Musik machen.

Gute Nacht, mein Liebling, Mjej ty dobru noc. Eine sprachliche Rarität stellt das sorbisch das. Heute spricht fast niemand mehr diesen Dialekt in Osteuropa.

Drei Brasilianische Tänze; die Kokosnüsse von Bahià, die Geschichte eines Violaspielers und die Samba “Der Korb” leiten über zur Erklärung,

weshalb durch eines Schneiders Höllenfahrt seine Berufskollegen nur noch in den Himmel kommen.

Kurz vor Schluß wieder ein sanftes Wiegenlied, Suantraidhe aus Irland.

Und nun: Good Night, Ladies. Ein Potpourri aus Abschieds- und Gute-Nacht-Liedern. Bei der Aufnahme wurde Wert auf Genauigkeit gelegt, das merkt man an der zeitansage im Lied… es war wirklich 22:30 Uhr.