LP Internationale Folklore Folklore Chor Gerd Onnen 1973

1959 in Stuttgart gegründet, hat sich der junge Amateurchor innerhalb kurzer Zeit einen internationalen Namen gemacht. Lieder aller Kontinente in den jeweiligen Originalsprachen, ein Repertoire von zur Zeit 140 Liedern in mehr als 50 verschiedenen Sprachen, das ist wohl beispiellos auf der ganzen Welt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Gerd Onnen, der auch sämtliche Arrangements für seinen Chor und das kleine Instrumentalensemble schreibt.
In der Schweizer Festivalstadt Montreux am Genfer See erhielt der folklorechor gerd onnen 1973 bei einer der jährlich stattfindenden exklusiven Veranstaltungen die Auszeichnung der Jury “excellent avec distinction“. Rundfunk, Fernsehen und Schallplatten, sowie Konzerte im ln- und Ausland verdeutlichen das große Interesse, welches an diesem beim Publikum so beliebten Chor überall besteht.

Kleine Rose (Brasilien)
Hier wird die Schönheit der Blumen, wie sie sich in entsprechender Umgebung entfalten können, besungen. Nicht nur bei schönen Blumen ist dies der Fall.

Nicht der Wind ist’s
Einer wird von seinem Mädchen verlassen. Er möchte vor Kummer sterben. Und was er hört, ist nicht der Wind, der in den Blättern rauscht; es ist das eigene unglückliche Herz, das klagt.

Jede Nacht
„Jede Nacht weine ich traurig; aber wahre Liebe weint und trauert nicht, auch wenn mein Weg auf den Friedhof führt. Ich wünschte so sehr, mein Kind würde leben und auf seines Vaters Knie sitzen. Und ich wäre tot, das grüne Gras würde über mir wachsen.“

Fische im Fluß
Ein Lied, das wie die Negro—Spirituals einen geistlichen Inhalt hat, aber hauptsächlich vom Rhythmus und seiner faszinierenden Ausstrahlung lebt.

Die junge Schöne
Als Nachbarkinder haben sie miteinander gespielt und waren unzertrennliche Freunde. Das Leben entfremdete sie, doch er erinnert sich immer noch und spricht sie in Gedanken als seine Geliebte an.

Das Fischerboot Ein Fischerkahn fährt hinaus aufs Meer. Die kühnen Burschen, die im Boot sitzen, werden nach Schwämmen, Muscheln und schönen Korallen tauchen. Das Glück möge sie bei ihrer gefährlichen Arbeit begleiten.

Alpen-Jodler
„Jodeln ist Singen auf Lautsilben mit häufigem Wechsel oder Überschlag der Stimme vom Brust- ins Kopfregister“, heißt es in einem Lexikon. Anlässe zum Jodeln gaben früher Geselligkeit und Arbeit, neuerdings wurde das Jodeln von der volkstümlichen Musikpflege übernommen.

Die Taverne in der Stadt
Ein Mädchen beklagt sich über seinen Freund, der mehr vom Wein hält als von der Liebe.

Leb‘ wohl
„Leb‘ wohl, mein Mädchen, weine nicht, wenn dein Pancho fort muß. Ich werde die Herde sehr schnell treiben, damit ich bald wieder bei dir sein kann mit neuen, schönen Kleidern für dich.“

An dein Gewand klammere ich mich
Ein geistlicher Gesang, in dem der Gott Rama angerufen wird: „An dein Ge- wand klammere ich mich, du bist meine Zuflucht“.

Kleine Maria
„Als du klein warst, Maria, Iiebtest du das Meer. Jetzt bist du erwachsen, liebst du nun die Matrosen?“

Nach Island
Wer will mit uns nach Island gehen, den Kabeljau zu fangen? Ist die Zeit der Heuer, dann tanzen die Fischer und haben keinen Grund zu klagen, doch müssen sie wieder auf die See hinaus, gehen Kummer und Sorgen mit.

Auf hoher See
Das Lied erzählt von der Freude der Matrosen an schönen Mädchen und am Würfelspiel.

Auf der Brücke von Avignon
“Sur le pont d‘Avignon l‘on y danse, l‘on y danse —“ bis, wie die Legende es will, die Brücke unter den Tanzenden zusammenbricht.

Bitte um einen Penny
Ein bettelndes Kind jammert um die liebe tote Mutter und über den Vater, der ein Trinker war — um einen Penny für ein Stück Brot zu erhalten.

Wunderbare Gnade
„Wunderbare Gnade hat mich errettet. Ich war blind und kann jetzt sehen.“