GESANGVEREIN FROHSINN LICHTENWALD

Chorälen Liederhalle GCHChorälchen erobern die Liederhalle

Der Kinderchor Chorälchen aus Lichtenwald tritt zusammen mit dem Onnen-Chor beim Weihnachtskonzert in der Stuttgarter Liederhalle auf. Foto: Wallach

Das Licht geht aus im Mozartsaal der Liederhalle, das Publikum wird ruhig, und in der ersten Reihe steigt die

Spannung. Dort sitzen die Maxis des Kinderchors Chorälchen aus Lichtenwald und warten gespannt auf ihren ersten Auftritt beim Weihnachtskonzert des Onnen-Chors Stuttgart. Vier Lieder haben sie noch Zeit, um sich zu beruhigen, am Kleid zu zupfen und erst einmal die Erwachsenen zu beobachten, wie die das so auf der Bühne machen. Informativ führt Manfred Onnen durchs Programm. Beim schwedischen „Julpolska“ kommen die Chorälchen auf die Bühne und geben dem Onnen-Chor eine neue Klangfarbe, die bestechend zu diesem schwungvollen Stück passt, beinhaltet es doch die Aufforderung, in der Familie, ein fröhliches Weihnachtsfest zu feiern und dabei zu tanzen und zu lachen. 

Fröhlich und frech präsentieren sich die Chorälchen und begeistern durch ihre Frische, auch wenn beim Betreten der Bühne manch einer die Sorge hat, man könne das schnell schlagende Herz durch das Mikrofon im ganzen Saal hören. Bei Regers „Mariä Wiegenlied“ und dem französischen Weihnachtslied „Petit papa Noel“ zeigen die Kinder gemeinsam mit dem Onnen-Chor einen klangvollen leisen Kontrast zu den vorausgegangenen schwungvollen Stücken und präsentieren strahlende Höhen. So kann man zufrieden in die Pause gehen und sich erst einmal austoben.

Im zweiten Konzertteil fegt der Spaß am Singen der Lieder jegliches Lampenfieber weg, und als man „Frosty the Snowman“ mit Schneebällen bewerfen darf, gibt es kein Halten mehr. Mit „Bunde de San Antonio“ aus Kolumbien kommen noch einmal Schwung und lateinamerikanisches Temperament in die Halle, bevor das Konzert nach einigen Stücken des Onnen-Chors mit dem gemeinsamen stimmungsvollen Finale „Glory Christmas Hallelujah“ klangvoll und feierlich endet. Dieses Stück aus der Feder von Manfred Onnen wurde extra für die Besetzung mit Kinderchor konzipiert. Nach verdientem großen Applaus und zwei Zugaben ist es leider schon viel zu schnell vorbei, wie die Kinder bemerken. Man würde noch gerne weitersingen mit Manfred Onnen und dem Chor. Auch das Orchester war für die Chorälchen eine spannende Erfahrung.

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